Seit Januar 2025 arbeiten Fachleute aus fünf Forschungseinrichtungen zusammen mit dem Verein Stadtgespräche e.V. (vgl. Partner), der sich seit Jahren für direkte Bürgerbeteiligung engagiert daran, eine gute Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung der Energieproduktion im Amtsbereich Peenetal zu entwickeln.
Dazu hat das Projektteam zahlreiche Daten über die Region erfasst, ausgewertet und in einem Planungstool namens "Energieplaner" zusammengeführt. In diesem lässt sich ausprobieren, welcher Energiemix in der Region möglich wäre. Und welche Auswirkungen dies auf Strompreis und Einnahmen für die Region hat. Probieren Sie ihn gern selbst aus.
Im Herbst 2025 hat sich aus diesem Projekt heraus der "Energierat Peenetal" gegründet und Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung der Region in Bezug auf die Themen Energie und Energiegenossenschaften erarbeitet. Anschließend löst er sich wieder auf.
Repräsent der Mikro-Energierat die Menschen im Amtsbereich?
Um herauszufinden, ob der Mikro-Energierat die Meinungen aller Bewohner des Amtsbereiches hinreichend gut vertritt, muss er "repräsentativ" sein, also in seiner Zusammensetzung in etwa der des Amtsbereiches entsprechen. Das ist ein Grundprinzip jeder sinnvollen Bürgerbeteiligung. Normalerweise werden die Teilnehmenden an einer Bürgerbeteiligung von Beginn an so gelost, dass sie in allen Punkten genau der Zusammensetzung des Amtsbereiches entsprechen. Wir hatten allerdings das Problem, dass es nicht genügend Freiwillige in der Region gab, die Lust und Zeit für ein solches Format aufbringen wollten/konnten.
Beim Mikro-Energierat sieht das anders, aber ähnlich gut aus. Nach Wohnort gibt es nur sehr geringe Abweichungen; hier hätten wir statistisch eher noch jemanden aus Görmin statt aus Sassen-Trantow benötigt. Beim Geschlecht hätten wir statt eines Mannes noch eine Frau gebrauchen können, um die Gleichverteilung hinzubekommen. Und beim Alter fehlen auch dieses Mal wieder die recht jungen Erwachsenen.
Und das bedeutet: Die Ergebnisse beider Energierats-Veranstaltungen entsprechen statistisch hinreichend gut denen aller Bewohner des Amtsbereiches.
Interessante Nebengeschichte: Wir hatten auch überraschenden Besuch von der Landtagsabgeordneten Dr. Anna-Konstanze Schröder, die als Besucherin einen Teil der Energieratsarbeit zunächst etwas skeptisch verfolgte, sich dann aber mit dem Konzept "Planungszelle" beschäftigte und anschließend diesen Beitrag auf Instagram postete.
Mikro-Energierat zum Thema "Energiegenossenschaft"
Gesamtes Ergebnisprotokoll des Mikro-Energierates (PDF/5 MB)
Nach dem Energierat Peenetal 2025 zum Thema "Energieplanung für 2045" wurde entschieden, eine weitere (verkürzte) Form der Bürgerbeteiligung - einen Mikro-Energierat - zum Thema "Wie könnte eine Energiegenossenschaft für die Region aussehen und ihre Arbeit aufnehmen" durchzuführen.
Am Nachmittag des 30. Mai 2026 berieten die zwölf Teilnehmenden des zweiten "Energierates Peenetal" somit nach einer intensiven Qualifizierungsphase über Anforderungen an eine mögliche Energiegenossenschaft Peenetal. Ziel war es, Empfehlungen für deren Struktur und einen möglichen Gründungsprozess zu erarbeiten. Diese werden in Kürze Bürgermeistern und den Gemeindevertretungen übergeben.
Dieser Energierat wurde nach den Prinzipien einer Mikroplanungszelle organisiert. An diesem intensiven Arbeitstreffen nahmen insgesamt zwölf Menschen aus allen Teilen der Region teil. Sie stammten aus Sassen-Trantow, Loitz, Görmin, Pustow, Groß Zastrow, Wüstenfelde, Zeitlow und Passow und sind in ganz verschiedenen Berufen aktiv. In einem mehrstündigen Arbeitsprozess entwickelten die Teilnehmenden Empfehlungen für die mögliche Gründung einer Energiegenossenschaft für die Region Peenetal.
Im ersten Schritt ging es um Rahmenbedingungen und Anforderungen: Hier empfiehlt der Energierat Peenetal, die Energiegenossenschaft grundsätzlich für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen, Vereine und Verbände zu öffnen und dabei das genossenschaftliche Prinzip "ein Mitglied - eine Stimme" konsequent umzusetzen. Inhaltlich sollen zunächst Projekte in den Bereichen Dach-Photovoltaik, Batteriespeicher, Energy Sharing sowie Mieter- und Bürgerstrommodelle im Fokus stehen. In der Startphase soll sich die Tätigkeit der Genossenschaft auf den Amtsbereich Peenetal/Loitz konzentrieren. Die Genossenschaftsanteile sollten so gewählt sein, dass allen Interessierten eine Beteiligung möglich ist, der Verwaltungsaufwand aber gleichzeitig überschaubar bleibt. Die wichtigsten Argumente für die Gründung einer Genossenschaft sieht der Energierat in ihrem Nutzen für die Region (Stichwort regionale Wertschöpfung), ihrem Beitrag zur Energiesicherheit, der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Peenetal und dem Beitrag zum Klimaschutz. Für den Aufbau der Energiegenossenschaft wird zunächst die Gründung einer Interessengemeinschaft oder eines Vereins empfohlen.
Im zweiten Schritt erarbeitete der Energierat Empfehlungen dafür, wie die Etablierung einer Energiegenossenschaft verlaufen könnte. Am Beginn stünde der Aufbau einer engagierten Gründungsinitiative mit klaren Verantwortlichkeiten und einer gemeinsamen Zielvorstellung. In einem zweiten Schritt sollten Gemeinden, die Stadtwerke Loitz und weitere regionale Akteure eingebunden sowie konkrete Projektideen entwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Als dritten Schritt empfiehlt der Energierat die Vorbereitung der eigentlichen Gründung, die Gewinnung von Anteilseignern durch öffentliche Veranstaltungen sowie die Vernetzung mit bestehenden Genossenschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Begleitend sollen Schulungsangebote zum Thema Energiegenossenschaften genutzt werden, um die Initiative fachlich zu stärken.
Die Empfehlungen wurden auf der Basis einer umfangreichen Qualifizierung aller Teilnehmenden entwickelt: Den Auftakt des Energierates bildeten insgesamt drei Expertenvorträge, die zunächst das Konzept des Energierats genauer erläuterten, um dann Erfahrungen mit der Gründung von Energiegenossenschaften aus anderen Orten in Mecklenburg-Vorpommern zu präsentieren. Hier kamen Vertreter der Energiegenossenschaft Bad Doberan, EMM eG, und der Energiegenossenschaft in Gründung Wir-in-17489Neuenkirchen eG zu Wort.
In den kommenden Tagen werden die gesammelten Ergebnisse den Bürgermeistern und Gemeindevertretungen der Region übergeben. In den nächsten Wochen folgen Vorstellungen in den Gemeindevertretungen Görmin und Sassen-Trantow, in der Stadtvertreterversammlung Loitz und vor anderen Einrichtungen und Menschen, die diese für ihre Arbeit nutzen können.
Am Ende des Arbeitsprozesses zogen die Energieratsmitglieder eine sehr positive Bilanz. Sowohl in Bezug auf die erzielten Ergebnisse, als auch in Bezug auf den gemeinsamen Arbeitsprozess: "Ich habe tolle Leute kennengelernt und mich sehr wohlgefühlt", betonte eine Teilnehmerin. Andere hoben besonders hervor, dass es in einem sehr konstruktiven Prozess fundierte gemeinsame Lösungen entwickelt werden konnten.
Wie schon der erste Energierat im September 2025 wurde auch diese Energieratsrunde im Rahmen des vom Bundeswirtschafts-ministerium geförderten Projekts "ReEnAct" organisiert. Veranstalter war der Verein Stadtgespräche e.V., der sich seit Jahren für direkte Bürgerbeteiligung in MV engagiert.
Die offizielle Arbeit des Energierates Peenetal ist damit weitgehend beendet. Das Gremium löst sich auf.
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Und für all diejenigen, die es jetzt ganz genau wissen möchten: So sind die Ergebnisse zustande gekommen
Auch für den Nachmittag eines Mikro-Energierates gilt: Ein wesentliches Prinzip echter Bürgerbeteiligung ist die Transparenz des gesamten Prozesses.
Nach der Registrierung, Belehrung und einem ersten Kaffee/Tee während der Begrüßung und Vorstellungsrunde haben wir mit einem Einführungsvortrag zum Thema "Energiegenossenschaften" von unserem Projektpartner Peter Wieland (WindEnergy-Netzwerk, Rostock) begonnen.
Qualifizierungsphase
Peter Wieland vim WindEnergy Network Rostock führt kurz in die Thematik ein und erläutert den grundsätzlichen Aufbau und die Funktionsweise von (Energie)Genossenschaften.
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Interview mit Wolfgang Conrad, Vorstand der EMM eG Bad Doberan, das wir vorab mit der Fragestellung: "Wie kam es zur Gründung der Energiegenossenschaft in Bad Doberan?" einige Tage zuvor aufgezeichnet haben.
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Interview mit Dr. Andreas Dinklage, Vorstand der Wir-in-17498Neuenkirchen eG i.G., das wir vorab mit der Fragestellung: "Aus welchen Optionen konnten Sie bei der Gründung Ihrer Genossenschaft auswählen?" einige Tage zuvor aufgezeichnet haben.
Für alle Mitglieder einer Bürgerbeteiligung gelten grundsätzlich Regeln. Die wurden noch einmal. Und wir haben ergänzend zu den Vorträgen und Interviews ein Themenplakat erstellt, dass noch einmal übersichtlich die Zusammenhänge und Möglichkeiten darstellt.
Gruppenarbeit Phase 1: Welche Rahmenbedingungen und Anforderungen für eine zukünftige Energiegenossenschaft empfiehlt der Energierat?
Aus den Teilnehmern wurde zwei Gruppen gelost, die dann das vorliegende Plakat auf ihrem Tisch diskutieren und anpassen sollten. Daraus entstanden zwei Plakate, die sich die Gruppen wechselseitig vorstellten und auf Nachfragen Antworten gaben. Anschließend durften beide Gruppen ihre Entscheidungen noch einmal anhand des geführten Diskussionen bei Bedarf überarbeiten.
Anschließend wurden beide Gruppenergebnisse auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin überprüft, die Unterschiede benannt und im Plenum noch einmal zur Diskussion gestellt. Da (in diesem Fall) schnell eine Einigung erzielt wurde, mit der alle Teilnehmer einverstanden waren, konnte das (bereits oben dargestellte) Ergebnisplakat erstellt werden.
Gruppenarbeit Phase 2: Und wie könnten erste Schritte aussehen?
Nach der obligatorischen Pause erhielten die Teilnehmer Kärtchen mit möglichen Einzelschritten zur Gründung einer Energiegenossenschaft, die sie ergänzen oder weglassen konnten, ansonsten aber in eine stimmige/sinnvolle Reihenfolge bringen sollten. Diese Schritte waren auch noch einmal als Übersicht auf einem Plakat zusammengestellt worden.
Auch hier wurden die Ergebnisse der jeweils anderen Gruppe vorgestellt, diskutiert und anschließend gemeinsam verabschiedet.
Impuls/Ausblick: Wie weiter? Und warum?
Tom Maercker vom Orga-Team der Bürgerbeteiligung weitet noch einmal den Blick auf Sinn und Ziel von Energiegenossenschaften und deren sinnvolle und ggf. notwendige Einbindung in andere/parallele/begleitende Prozesse.
Energierat Peenetal organisiert gemeinsames Bäumepflanzen in Sassen (1)
PRESSEINFO: Bei wunderschönem Frühlingssonntagswetter trafen sich am Sonntag, dem 22.3.2026, die Mitglieder des Energierates Peenetal und andere engagierte Einwohner zum gemeinsamen Bäumepflanzen für die Region. Erster Treffpunkt war das Gelände der Agrargenossenschaft Schwingetal in Sassen. Dort kamen alle Teilnehmenden mit Landwirt Mauritz von Grundherr, ebenfalls Mitglied des Energierates, ins Gespräch. Der Austausch darüber, was landwirtschaftliche Betriebe für den Klimaschutz tun können, war für alle eine Horizonterweiterung: "Ich bin beeindruckt, wie komplex das Ganze ist - und wieviel Fachwissen es braucht, um sich fundiert für die klimafreundlichste Lösung zu entscheiden", fasste eine Teilnehmerin ihre Eindrücke zusammen.
Nach diesem Auftakt folgte das gemeinsame Pflanzen von Obstbäumen auf einer Grünlandfläche nahe Sassen. Ein Teil der gepflanzten Bäume wurde durch eine Förderung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) ermöglicht, einige weitere durch privates Sponsoring. Alle gepflanzten Obstbäume bekamen zudem einen stabilen Schutz gegen Wild- und Nutztierschäden: Auch die hierfür nötigen Gestelle und Einzäunungen bauten die Baumpflanzenden gemeinsam. Zwischendurch gab es auch die eine oder andere Gelegenheit zum Austausch über regionale Themen, wobei auch schöne Ideen für weitere gemeinsame Aktivitäten entstanden.
"Gemeinsam etwas Gutes für unsere Region zu tun, mit Menschen aus Loitz und den Gemeinden Sassen und Görmin, hat sich gut angefühlt. Solche konstruktiven Aktionen geben gerade in diesen Tagen Kraft", zog einer der Baumpflanzer am Ende zufrieden Resümee. Zwei weitere gemeinsame Baumpflanzaktionen auf dem Gemeindegebiet Görmin und im Umland von Loitz sollen im Herbst folgen.
Jetzt geht der Energierat in die zweite Runde. In einer Veranstaltung nach den Regeln einer "Mikro-Planungszelle" sollen am Nachmittag des 30. Mai 2026 in Loitz Empfehlungen für die konkrete Umsetzung der Ergebnisse aus Runde 1 erstellt werden. Nun gäbe es mehrere konkrete nächste Schritte - die Energieratsmitglieder haben mittels Votum beschlossen, sich in der Mikroplanungszelle dem Thema "Energiegenossenschaft" zu widmen. Damit steht am 31.5.2026 die Frage im Mittelpunkt, wie eine Energiegenossenschaft (oder vergleichbare Struktur) für die Region aussehen könnte und was es bräuchte, um sie ins Leben zu rufen. Dazu findet zunächst eine kurze Qualifizierungsphase mit Fachleuten statt. Anschließend geht es an die Erarbeitung von Empfehlungen in Arbeitsgruppen.
Etwas Konkretes für den Amtsbereich tun? Bäume pflanzen am 1.3. in Sassen.
Der Energierat hatte im September 2025 Empfehlungen für die Energieversorgung im Amtsbereich "Peenetal" erarbeitet. Einige der Energieratsmitglieder möchten jetzt zusätzlich noch etwas Praktisches tun und rufen zu drei Baumpflanzaktionen in Sassen-Trantow, Görmin und im Herbst auch in Loitz gemeinsam mit der Stadt auf.
Wer Zeit und Lust hat, kann gerne helfen: 22.3.2026 - der ursprüngliche 1.3. wurde wegen Frost verschoben - ab 11 Uhr (bis 14.30 Uhr) auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Schwingetal e.G. Sassen (Loitzer Straße 22, 17121 Sassen-Trantow).
Einzelne Energieratsmitglieder waren im November/Dezember 2025 in den Stadt- uund Gemeindevertretungen Sassen-Trantow, Loitz und Görmin unterwegs, um den Gemeindevertretungen die Ergebnisse des Energierates vorzustellen und standen natürlich auch für Rückfragen zur Verfügung. Die Stimmung kann wohl mit abwägender Zurkenntnisnahme bis hin zu verhaltenem Interesse beschrieben werden. Das ist bei einer so komplexen Problematik, die zudem auch über den Alltag einer Stadt oder Gemeinde deutlich hinausgeht, vielleicht auch nicht verwunderlich.
Wir haben bei dieser Gelegenheit einmal mehr dafür geworben, dass solche Bürgerbeteiligungen auch ganz unabhängig vom Thema "Regionale Energieerzeugung" für die Stadt- und Gemeindevertretungen ein wichtiges und einfaches Tool sind, fundierte Empfehlungen zu einem streitbaren oder komplexen Thema zu erhalten.
Unsere große Bevölkerungsumfrage geht in die Zielgerade. Herzlichen Dank an alle, die bisher teilgenommen haben! Ihre Antworten helfen uns dabei, die Perspektive der Bewohner des Amtsbereichs Peenetal/Loitz in den Mittelpunkt unserer Begleitforschung zu rücken.
Für alle, die noch nicht mitgemacht haben, gibt es nun einen ganz besonderen Anreiz: Die nächsten 100 Befragten ab heute (09.12.2025) bekommen 10 € in bar. Wie das geht? Einfach den Fragebogen online ausfüllen (unter: https://s2survey.net/ReEnAct/) und am Ende Ihre Adresse angeben. Selbstverständlich bleibt Ihre Anonymität gewahrt: Ihre Adresse wird getrennt von Ihren Angaben im Fragebogen gespeichert und ausschließlich im Rahmen der Zahlungsabwicklung genutzt.
Wir sind gespannt auf Ihre offene und ehrliche Meinung!
Rückfragen? Mehr Details? Ihre Ansprechpartner sind Dr. André Knabe und Dr. Melanie Rühmling vom ROSIS e.V.
Umfrage zur Zufriedenheit der Energierat-Mitglieder
Das Rostocker Institut für Sozialforschung und gesellschaftliche Praxis (kurz: ROSIS) hat die Teilnehmenden des Energierats nochmals genauer nach einen Feedback befragt. Insgesamt gab es eine positive Rückmeldung. Kritisch wurde angemerkt, dass junge Erwachsene sowie die sog. "working class" an dem Wochenende fehlte. Kritik gab es auch an der zu wenig zu Verfügung stehenden Zeit für die Wissensvermittlung, wenngleich die Experten vor Ort als fachlich sehr kompetent wahrgenommen wurden.
Die Hälfte der Befragten gab an, dass sich durch ihre Teilnahme ihre Meinung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien geändert hat. Alle Befragten sagten dennoch, dass die Ergebnisse des Energierats gerecht zustande gekommen sind, d.h. alle Meinungen wurde gehört und flossen in die Ergebnisse ein. Das zeigt sich auch darin, dass die meisten Befragten mitteilten, dass ihre Selbstwirksamkeit, ihr eigener Einfluss in der Region, gewachsen ist. Es ist daher nicht verwunderlich, dass alle Befragte nochmal an ähnlichen Bürger*inbeteiligungsformaten teilnehmen würden.
Energierat Peenetal 2025 im Kurzvideo. Und: Wie weiter?
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Das war der Energierat Peenetal 2025 in Loitz als filmische Kurzimpression (3 min). Youtube
Wie geht es nun weiter? In einem nächsten Schritt werden die jeweiligen Stadt- und Gemeindevertretungen von Görmin, Sassen-Trantow und Loitz über die Ergebnisse informiert, weitere Aktionen geplant und eine thematische Fortsetzung für 2026 vorbereitet.
Der Energierat Peenetal wurden weitgehend nach den Regeln und Prinzipien einer "Planungszelle" durchgeführt. Dazu gehört auch, dass die Planungszelle möglichst so zusammengesetzt sein sollte, wie es auch der Amtsbereich ist. Nur dann "repräsentiert" der Energierat die Einwohnerschaft des Amtsbereiches auch wirklich gut.
Wie aber war denn der Energierat nun wirklich zusammengesetzt? Grundsätzlich ihr Interesse an einer Mitarbeit bekundet hatten 33 Personen (ca. 0,5% der Einwohnerschaft); konkret zugesagt davon 21. Drei Personen hatten sich aus verschiedenen Gründen im Vorfeld entschuldigt; sieben waren nicht erschienen.
Repräsentieren die elf verbliebenen Mitglieder nun überhaupt noch den Amtsbereich? Ja, erstaunlicherweise sogar recht gut. Nach Wohnort gibt es nur sehr geringe Abweichungen. Beim Geschlecht hätten wir statt einer Frau noch einen Mann gebrauchen können, um die Gleichverteilung hinzubekommen. Und beim Alter fehlen lediglich die recht jungen Erwachsenen.
Ergebnisse des Energierates Peenetal 2025: Landschaftsbild erhalten, Klimaziele berücksichtigen, Moore wiedervernässen und Gewinne erwirtschaften
Am 28.09.2025 wurde nach einer Qualifizierungsphase und der intensiven Arbeit mit der eigens für den Amtsbereich Peenetal erstellten Energieplaner-Software von den 11 Teilnehmenden des "Energierates Peenetal" das Ergebnis der dreitägigen Arbeit an die Bürgermeisterin Christin Witt übergeben.
Vom 26.9.-28.9.2025 fand im Café Kiewitt in Loitz ein "Energierat" statt, der nach den Prinzipien einer Planungszelle organisiert war. Von den 21ursprünglich für eine Teilnahme angemeldeten Personen nahmen am Ende elf Personen teil. Damit setzte sich der Energierat aus Menschen aus allen Teilen der Region zusammen - sie stammten aus Sassen-Trantow, Loitz, Görmin, Pustow, Groß Zastrow, Wüstenfelde, Zeitlow und Passow. Vertreterinnen und Vertreter folgender Berufsgruppen wirkten am Energierat mit: Ärztin, Kinderkrankenschwester, Sparkassenfachwirtin, Landwirt, Projektplanerin, Pensionär, Selbständiger, Pflegehelferin, Einzelunternehmer, Sprachtherapeutin und Mitarbeiterin des Landkreises.
In den insgesamt drei Arbeitstagen entwickelten die Teilnehmenden eine Empfehlung, wie der Energiemix der Zukunft für den Amtsbereich aussehen könnte, mit dem die Region bis 2045 klimaneutral werden kann. Dabei legten sie Wert darauf, dass die Energiepreise möglichst gering bleiben und die Region aus der Energieproduktion Gewinne erwirtschaften kann. Hierfür wurden Prinzipien formuliert, die für die Energieerzeugung gelten sollen (z.B. ein Erreichen der Klimaziele für die Region und eine gleichzeitige Beibehaltung geltender Abstandsregelungen für Windkraftanlagen) und diskutiert, wie es gelingen kann, dass die Region selbst einen möglichst hohen Mehrwert durch die Produktion von Energie erzielen kann - mit Modellen wie Energiegenossenschaften, Beteiligungsmodellen oder Vergünstigungen bei den Energiepreisen.
Die Empfehlungen wurden auf der Basis einer umfangreichen Qualifizierung aller Teilnehmenden entwickelt: Den Auftakt des Energierates bildeten insgesamt sechs Expertenvorträge, die unterschiedliche Aspekte beleuchteten, die bei der gemeinsamen Erarbeitung der Empfehlungen zu bedenken waren.
Und wie fanden die Teilnehmenden den Energierat?
Das Feedback der Teilnehmenden nach drei intensiven Tagen des Austauschs war durchweg positiv: "Eine rundum gelungene Veranstaltung", zog ein Energieratsmitglied Resümee. Nicht nur das konstruktive Miteinander ganz unterschiedlicher Menschen aus der Region, sondern auch die intensive Beratung durch Experten der Hochschule Stralsund, des Greifswalder Vereins Düne e.V. und des Reiner-Lemoine-Instituts Berlin hätten zu einer guten Qualität der Ergebnisse beigetragen, wurde von einem anderen Mitglied betont.
Sonntagmittag wurden die gesammelten Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit der Loitzer Bürgermeisterin Christin Witt übergeben, in den nächsten Wochen folgen Vorstellungen in den Gemeindevertretungen Görmin und Sassen-Trantow, in der Stadtvertreterversammlung Loitz und vor anderen Einrichtungen und Menschen, die diese für ihre Arbeit nutzen können.
Möglich wurde der Energierat nach anderthalb Jahren intensiver Untersuchungen zum Energiepotenzial der Region im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts ReEnAct. Veranstalter war der Verein Stadtgespräche e.V., der sich seit Jahren für direkte Bürgerbeteiligung in M-V engagiert.
Hier noch einmal die drei Teilergebnisse auf einen Blick
Zunächst wurden die generellen Grundsätze für die zukünftige Energieproduktion festgelegt
Die Einwohner des Amtsbereiches sollen durch Beteiligungsmöglichkeiten, Einnahmen der Gemeinden und Vergünstigungen im Umfeld von Energieanlagen profitieren.
In den folgenden Tagen veröffentlichen wir hier die detaillierten Arbeits- und Ergbnisunterlagen, um dem Anspruch an die transparente Arbeitsweise von Gremien der Bürgerbeteiligung gerecht zu werden.
Wenn Sie selbst einmal testen möchten, für welche Variante Sie sich persönlich entschieden hätten, probieren Sie den Energieplaner gern selber aus. Bei Problemen/Rückfragen dazu: E-Mail.
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Und für all diejenigen, die es jetzt ganz genau wissen möchten: So sind die Ergebnisse zustande gekommen
Ein wesentliches Prinzip einer echten Bürgerbeteiligung ist die Transparenz des gesamten Prozesses, sodass am Ende niemand die Ergebnisse anfechten kann. Zuweilen werden Diskussionsprozesse sogar live gestreamt, was allerdings schon aus technischen Gründen und der zur Verfügung stehenden Netzanbindung problematisch geworden wäre.
Freitag, 26.09.2025: Registrierung und Start der Qualifizierung
Wir haben große Teile der Qualifizierungsphase am 26.09. mitgefilmt und stellen die entsprechenden Vorträge hier "zum Nachschauen" zur Verfügung. Damit werden Interessierte zumindest annähernd in die gleiche Situation versetzt, wie die Teilnehmenden selbst auch.
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Einführung von Kristina Koebe, Stadtgespräche e.V. Rostock als Organisator des Energierates, die nach einer kurzen Begrüßung Ablauf und Regeln erklärt.
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Tabea Katerbau vom Reiner-Lemoine-Institut aus Berlin gibt Auskunft zur Treibhausgasneutralität und erklärt, warum wir klimaneutral werden müssen und welchen Anteil der Amtsbereich Peenetal dazu leisten sollte.
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Professor Johannes Gulden von der Hochschule Stralsund erklärt das momentane und das bereits weitgehend umgebaute Energiesystem der Zukunft, die Vor- und Nachteile und was wir jetzt beachten müssen.
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Nina Martin vom DUENE e.V. am Moor Zentrum Greifswald zeigt anhand von eingeweckten Gurken, wie Moore funktionieren, wie wir sie momentan nutzen, warum es sinnvoll und notwendig ist, sie wieder zu vernässen und trotzdem wirtschaftlich nutzen können.
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Renè Hassenstein ist sein Kurzem Leiter des Bau- und Ordnungsamtes Loitz und stellt dar, dass die Genehmigungsverfahren kompliziert sind und regional sehr unterschiedliche Akteure parallel agieren.
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Sebastian Raus, Geschäftsführer der Stadtwerke Loitz gibt zunächst Auskunft zum städtischen Unternehmen und erklärt mögliche Rollen der Stadtwerke im Prozess der Energiewende.
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Max von Maltzahn, Geschäftsführer der Maltzahnwind stellt kurz sein Unternehmen vor und entwirft eine Vision, wie er als Unternehmer im Amtsbereich Peenetal agieren würde und warum Teilen und Fairness wichtig sind.
Professor Johannnes Gulden von der Hochschule Stralsund erklärt in Kürze, welche die Daten wie recherchiert, geschätzt oder berechnet wurden und anschließend in die "Energieplaner"-Software eingeflossen sind.
Die Energieratmitglieder erhielten anschließend noch eine kurze Einführung in die Energieplaner-Software, hatten dann etwas Zeit, diese für sich selbst auszuprobieren und erhielten nach dem Auslosen der Arbeitsgruppen ihre erste Aufgabe:
"Entwickeln Sie ein eigenes Szenario für das Jahr 2045, bei dem mindestens die Klimaschutzziele erfüllt werden. Legen Sie fest, welchen Beitrag welche Energieerzeugungsformen dabei leisten soll."
Nach dem Erarbeiten eines eigenen Szenarios für die Energieversorgung des Amtsbereiches 2045 wurden die Ergebnisse den anderen Gruppen vorgestellt, anschließend noch einmal besprochen und letztlich abgestimmt. Folgende Ergebnisse kamen dabei heraus:
Und hier die Argumente, die zu dieser Entscheidung geführt haben
Im Anschluss wurden verschiedene Varianten einer Zusammenführung untersucht:
Wir belassen es bei den drei Ergebnissen und präsentieren diese als Empfehlung; das wurde zunächst als allerletzte mögliche Variante nach hinten gestellt.
Wir stimmen ab: Jedes Energieratsmitglied erhält drei Stimmen und kann die beliebig den Gruppenergebnissen zuordnen (Gruppe A: 8 | Gruppe B: 14 | Gruppe C: 11 Punkte); das ergab zwar einen "Gewinner", aber immer noch eine recht ähnliche Verteilung.
Wir verwenden jeweils nur den kleinsten Wert aller Gruppen; das wurde sofort einstimmig verworfen, weil so das Klimaziel nicht erreicht wurde.
Wir bilden den mathematischen Durchschnitt der jeweiligen Einstellungen aller Gruppen; auch das wurde mehrheitlich als zu formell abgelehnt.
Rahmenbedingungen für die Energiewende: Ausstellung zur Wertschöpfung
Da das Gremium einhellig der Meinung war, dass die Wertschöpfung möglichst in der Region verbleiben sollte, haben wir neu ausgeloste Gruppen mit Hilfe einer Ausstellung darüber entscheiden lassen, welche Möglichkeiten der Beteiligung Sie verwenden und favorisieren würden.
Die Ausstellung wurde in Gruppen durchlaufen, jeweils detailliert erläutert, Vor- und Nachteile eruiert und schließlich eine eigene Meinung dazu erarbeitet.
Nach der eigenen Meinungsbildung sollte in der Gruppe diskutiert, abgewogen und entschieden sowie die Ergebnisse den anderen Gruppen vorgestellt werden.
Sonntag, 28.09.2025: Zusammenfassung der Ergebnisse
Da nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse immer klarer wurde, dass es nur marginale Unterschiede zwischen Szenarien gab, wurde beschlossen, eine letzte "Verhandlungsrunde" durchzuführen, um zu einem gemeinsamen Ergbenis zu gelangen.
In wesentlichen Punkten stimmen alle überein; bei den übrigen wird jetzt argumentiert, abgewogen und geeinigt.
Zwei weitere Gruppen arbeiteten an der Zusammenführung der Grundsätze zur Energieproduktion im Amtsbereich Peenetal sowie den geforderten Rahmenbedingungen zur Wertschöpfung. Die Ergebnisse finden Sie im Ergebnisprotokoll sowie in Kurzform auch hier.
17.09.2025 . 17 Uhr: Öffentliche Vorstellung des "Energieplaners Peenetal"
Am 17.09.2025 findet um 17:00 Uhr eine Videokonferenz statt, bei der wir Ihnen - wenn Sie mögen - schon mal vorab den "Energieplaner" vorstellen möchten, mit dem später auch die Teilnehmer des "Energierates" arbeiten werden. Die Videokonferenz dauert voraussichtlich ca. eine Stunde. Den Link zur Microsoft-Teams-Videokonferenz finden Sie hier (Besprechungs-ID: 376 423 732 134 2 . Kennung: uD23Hh29). Sie benötigen dazu einen ans Internet angeschlossenen Laptop. Auf vielen Geräten ist "Microsoft Teams" bereits vorinstalliert; Sie können die Videokonferenz aber auch in einem Webbrowser starten.
Der "Energieplaner" enthält alle von uns erhobenen Daten zum Amtsbereich "Peenetal" und stellt zunächst übersichtlich dar, wie die aktuelle Situation bezüglich Energieverbrauch und Energieerzeugung in der Region aussieht. Danach gehen wir in die Zukunft, und zwar ins Jahr 2045. Dafür wurden Szenarien vorgefertigt, wie z. B.: "Was wäre, wenn wir in den kommenden zwanzig Jahren gar nichts machen würden?" usw. Das gibt Ihnen einen recht guten Überblick über sehr spezielle Festlegungen. Anschließend sind Sie an der Reihe. In einem dritten Abschnitt könnten Sie selbst einstellen, wie Sie sich die Energieerzeugung im Amtsbereich vorstellen könnten, wie dann Klimaschutzziele eingehalten werden, der kWh-Preis aussieht und die Einnahmesituation der Region.
Der "Energieplaner" ist jetzt - trotz Hinweises auf Restarbeiten - voll funktionstüchtig und hier für Interessierte freigeschaltet. Rückfragen leiten wir gern weiter; senden Sie uns einfach eine E-Mail.
Inzwischen habe wir die Anmeldedaten gesichtet und ausgewertet. Insgesamt haben 33 Personen auf verschiedenen Wegen ihre Bereitschaft erklärt, einige mehrfach, andere haben sich später nicht mehr zurückgemeldet. Momentan bleiben also 21 Personen übrig. Das sind vier weniger, als eine reguläre Planungszelle Mitglieder haben sollte. Und viel zu wenige, um von einer "Auslosung" zu sprechen.
Legitimation: Der Souverän ist eigentlich das Volk. Aber da das nicht immer in seiner Gesamtheit diskutieren und entscheiden kann, haben wir uns auf die Wahl von Volksvertretern verständigt - die Abgeordneten unserer Parlamente. Wir könnten "das Volk" aber auch anders repräsentieren, nämlich durch per Los bestimmte Menschen, die in der Gruppe genau so zusammengesetzt sind, wie das gesamte Volk. Hier im Peenetal wäre das quasi ein auf 25 Personen reduziertes Miniabbild des Amtsbereiches. Und das ist wiefolgt zusammengesetzt (vgl. auch die statistische Zusammensetzung hier:
Wohnort: Da wir den ländlichen Raum wegen deren voraussichtlicher Betroffenheit bei der Energieerzeugung doppelt gewichtet hatten (das kann man in Ausnahmefällen machen), hätte folgende Zusammensetzung per Los erreicht werden müssen: Loitz: 55% | Görmin: 23% | Sassen-Trantow: 22%. Davon sind wir jetzt trotz der viel zu geringen Interessentenzahl aber statistisch zufällig nicht sehr weit entfernt: Loitz: 48% | Görmin: 38% | Sassen-Trantow: 14%.
Geschlecht: Der Einwohnerstruktur zufolge wäre die Verteilung ziemlich genau fifty-fifty. Real ist sie das momentan zufällig auch.
Altersstruktur: Die Bevölkerung im Amtsbereich ist wiefolgt zusammengesetzt: 18 - 25 Jahre: 20%, 26 - 55 Jahre: 33% | > 55 Jahre: 47%. So müsste auch die Planungszelle zusammengesetzt sein. Hier gibt es die stärksten Abweichungen, weil junge Menschen sich gar nicht bereit erklärt hatten, deren Eltern dafür um so häufiger und die Älteren etwas zu wenige sind: 18 - 25 Jahre: 0%, 26 - 55 Jahre: 57% | > 55 Jahre: 43%.
Ergo: Die statistische Zusammensetzung der 21 Interessenten ist der des Amtsbereiches zumindest in großen Teilen recht ähnlich. Aber: Wir dürfen es jetzt nicht mehr "Planungszelle" nennen, weil die Teilnehmer wegen der zu geringen Interessentenzahl nicht per Los bestimmt werden konnten. Daher haben wir - auch um diese Methode der Bürgerbeteiligung nicht zu verwässern oder zu beschädigen - entschieden, nicht mehr von einer "Planungszelle" zu sprechen, sondern von einem "Energierat", der am 26. September planmäßig und nach den Regeln einer Planungszelle seine Arbeit aufnehmen wird. Die 21 Teilnehmer werden per E-Mail zeitnah darüber informiert.
Die Interessenbekundung für die Planungszelle ist abgeschlossen. Jetzt beginnt die Auswertung der Daten. Gibt es genügend Anmeldungen aller Altersklassen, Gemeinden und Geschlechter, um ein repräsentatives Losverfahren durchführen zu können? Wir werden sehen ...
Anzeige zur Beteiligung an der Planungszelle im Amtsblatt
Über das Amtsblatt ("Loitzer Bote" Juni 2025; S. 3; PDF/10 MB) haben wir noch einmal im gesamten Amtsbereich für die Teilnahme an der Bürgerbeteiligung geworben. Wenn Sie also Interesse an der Mitarbeit in der Planungszelle haben, können Sie sich hier registrieren.
Pressemitteilung: Mitmachen bei der Bürgerbeteiligung zum Energiekonzept der Region?
In einigen Jahren soll unsere Energieversorgung klimaneutral sein und gleichzeitig stabil, sicher und bezahlbar. Das Vorgehen dazu wird auf politischer und Verwaltungsebene entschieden. Und vielleicht auch durch den Einfluss von Lobbyverbänden. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden normalerweise wenig oder gar nicht gehört. Das ist im Amtsbereich Peenetal anders.
Hier testen Wissenschaftler aus Stralsund, Berlin, Greifswald und Rostock im Projekt "ReEnAct - Regionale Energiewende aktiv gestalten" eine neue Form der Bürgerbeteiligung: eine "Planungszelle". 25 repräsentativ (also gleich der Zusammensetzung des Amtsbereich nach Geschlecht, Alter und Wohnort) und per Los bestimmte Personen aus dem Amtsbereich werden dabei im Café Kiewitt vom 26. bis 28. September 2025 zum Thema geschult und erarbeiten dann unter verschiedenen Aufgabenstellung mit Hilfe von im vergangenen Jahr erhobenen Daten mit einer App/Website verschiedene Lösungsvorschläge, die abschließend dem Amtsbereich als Empfehlung zur Umsetzung übergeben werden.
Bis zum 10. Juli können Interessierte sich noch auf der Projekt-Website unter www.energieregion-peenetal.de registrieren. Anschließend werden die Mitglieder der Planungszelle per Los bestimmt. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig, lediglich ein wenig Neugier, gute Laune und die Bereitschaft, sich für die Region zu engagieren. Die Mitarbeit der 25 ausgelosten Personen wird finanziell entschädigt. Und: Um das leibliche Wohl wird sich Julia Puppe vom Café Kiewitt kümmern.
-- Sperrfrist: keine Ansprechpartner/Rückfragen:Tom Maercker Nutzungsrechte Fotos/Sharpics im Blog: CC BY-SA (frei . ohne Namensnennung) Info für Bildunterschriften: Straßenplakate in Görmin, Trantow und Aushang in Loitz (v.l.n.r.; es können bei Bedarf auch andere Fotos und in höherer Auflösung zur Verfügung gestellt werden)
Für all diejenigen, die uns medial unterstützen mögen: Wir haben auch Sharepics für Meta-Plattformen entwickelt (Facebook, Instagram). Diese können hier heruntergeladen und gern gepostet werden. Die Registrierung zur Planungszelle erfolgt hier.
Wir haben die Gemeindevertretungen um Mithilfe gebeten
Da wir bis Ende Mai noch vergleichsweise wenig Anmeldungen hatten, haben wir die Gemeindevertretungen in Sassen-Trantow und Görmin besucht (in Loitz hatten wir ja bereits einen Stand zum Energietag MV). Dort haben wir Flyer (in Form von Visitenkarten) und Aushänge mit Bitte um Verteilung in Schaukästen, Firmen, Vereinen usw. hinterlassen, damit sich möglichst viele Menschen aus den beiden Gemeinden für die Planungszelle registrieren.
Falls Sie sich registriert, von uns aber noch keine Mail erhalten haben ...
... stimmt etwas mit Ihrer uns vorliegenden Mailadresse nicht. Einige Ihrer Mailadressen liegen uns nur handschriftlich vor und schnell ist auch mal ein Buchstabendreher geschehen.Leider können wir uns dann leider nicht mit Ihnen in Verbindung setzen.
Wir haben heute (22.05.) ein Mailing an alle Registrierten bzw. Interessierten rausgeschickt und zumindest eine Nichtzustellbar-Fehlermeldung erhalten. Sollten Sie also keine Mail erhalten haben, melden Sie sich bitte einfach noch einmal an oder senden uns einfach eine E-Mail.
Inzwischen haben wir das Marketing für die Planungszelle gestartet. Dazu wurden bei der Amtsverwaltung zehn Straßenplakate im Amtsbereich beantragt (und genehmigt); genauer gesagt: in Görmin, Groß Zastrow, Sassen, Vorbein, Duvier, Loitz, Trantow und Passow. Außerdem werden wir den aktuellen Stand auch noch einmal bei den Gemeindevertretungen von Görmin und Sassen-Trantow vorstellen und dort um Unterstützung bitten.
Wenn Sie also diese Visitenkarten (bzw. die dazugehörigen Straßenplakate) irgendwo entdecken - keine Angst, die sind nur von uns und führen Sie über den QR-Code auf diese Website direkt zum Anmeldeformular.
Einladung zum Landschaftsspaziergang in den Ibitzgraben am 02.06.2025
DUENE e.V. aus Greifswald veranstaltet am 2. Juni 2025 von 14 - 16 Uhr einen Landschaftsspaziergang im Ibitzgraben, zu dem wir alle Interessierten gern einladen. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Erprobung von Beteiligungsmethoden zur Planung von Energiewendemaßnahmen und Energieinnovationen im ländlichen Raum. Bei dem Landschaftsspaziergang möchten wir Sie über die aktuelle Nutzung und den Zustand sowie die Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung der Moore und ihren Beitrag für die Energiewende im Amtsbereich Peenetal/Loitz informieren. Dabei wollen wir Ihnen verschiedene Aspekte der Moornutzung für die Energiewende vorstellen, mit Ihnen ins Gespräch kommen und offene Fragen gemeinsam diskutieren.
Stationen für den Landschaftsspaziergang:
Vorstellung des ReEnAct-Projektes und des Teilvorhabens
Vorstellung der Moore im Amtsbereich Loitz/Peenetal und Flächenauswahl
Aktuelle Nutzung und Zustand des Moorbodens
Wissenschaftliche Begleitung: Klimawirkung, Biodiversität, Wasser
Machbarkeitsstudie für die zukünftige Nutzung der Moore im Ibitzgraben
Wenn Sie an dem Landschaftsspaziergang teilnehmen möchten, dann schicken Sie uns bitte bis zum 26. Mai 2025 eine E-Mail. Sollten Sie Fragen zum Landschaftsspaziergang haben, dann können Sie uns gerne von Montag bis Freitag von 9:00 - 12:00 unter +49 3834 4204134 anrufen.
Wir haben uns unterschiedliche Tagungsorte im Amtsbereich empfehlen lassn, Telefonate geführt, Unterlagen geschickt und Angebote eingeholt. Jetzt haben wir uns für das "Café Kiewitt" (Am Kiewitt 26, Loitz) entschieden, das für unser Projekt das wohl geeignetste ist. Wer mehr wissen möchte, kann bei Instagram oder Facebook mehr erfahren.
Inhaberin Julia Puppe ist nicht nur Wahl-Loitzerin, sondern auch ambitionierte Gastronomin und stellt uns für den Tagungszeitraum zwei Veranstaltungsräume in diesem sehr geschichtsträchtigen Gebäude zur Verfügung. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Für das leibliche Wohl wird also bestens gesorgt sein. Hunger?
Dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung wissen wir jetzt ziemlich genau, wie der Amtsbereich zusammengesetzt ist. Daraus konnten wir dann ermitteln, wie die Miniaturausgabe des Amtsbereichs - also die Planungszelle - zusammengesetzt sein muss, damit sie "repräsentativ" zum Amtsbereicch ist.
Im Amtsbereich leben (statistisch) 6.032 Menschen. Von denen berücksichtigen wir in diesem Fall vor allem drei Aspekte: das Geschlecht (50% weiblich | 50% männlich), den Wohnort (Loitz: 55% | Görmin: 23% | Sassen-Trantow: 22%; Hinweis: Aufgrund der möglichen Belastung des ländlichen Raums durch die Entscheidungen der Planungszelle wurden die beiden Gemeinden Görmin und Sassen-Trantow doppelt gewichtet) und das Alter (18 - 25 Jahre: 20%, 26 - 55 Jahre: 33% | > 55 Jahre: 47%). So werden wir später auch die Zusammensetzung der Planungszelle aus den registrierten Freiwilligen organisieren.
Wer sich (noch bis zum 10.07.2025) registrieren möchte, kann das hier tun.
Inzwischen haben wir unseren Zeitplan konkretisiert. Die Planungszelle findet am Wochenende 26./27./28. September 2025 im Amtsbereich statt.
Wir haben verschiedenen Veranstaltungsorte angefragt und sichten in den kommenden Wochen die Angebote. Wichtig ist uns, dass der Ort für alle gut erreichbar ist, einige technische Vorgaben erfüllt und wir auf eine individuelle Betreuung bei der gestronomischen Versorgung setzen können. Die Teilnehmenden an der Planungszelle sollen sich wohl fühlen und auf die Aufgabe konzentrieren können.
Die Anmeldefrist wurde ebenfalls festgelegt auf den 10. Juli 2025. Hier geht's zur Registrierung.
Am 26.4. war EnergieTag MV: Wir waren mit Stand am Hafen in Loitz
Im Rahmen des EnergieTags MV 2025 hatten wir Sie bei bestem Sonnenschein an den Loitzer Hafen eingeladen, unser Projekt "ReEnAct - Energieregion Peenetal" kennenzulernen, was viele Einwohnerinnen und Einwohner des Amtsbereiches genutzt haben.
Dabei konnten Sie bei Solar-Popcorn nicht nur die spannenden Wasserstoffexperimente der Hochschule Stralsund beobachten, mehr über die Moore der Peenelandschaft erfahren und sich für die Bürgerbeteiligung registrieren lassen, sondern auch mit Bürgermeisterin Christin Witt und dem Wirtschaftsminister Wolfgang Blank reden.
MÄR 2025
Weiterer Austausch mit regionalen Akteuren (Teil II)
Am 11. März 2025 fand ein weiteres Hintergrundgespräch im Rahmen des ReEnAct-Projekts statt, bei dem regionale Unternehmen zum Stand über das Vorhaben informiert wurden, an dem sich neben den Stadtwerken und einem Solar-Unternehmer vor allem Landwirte und deren Interessenvertretungen beteiligt haben.
Fortschritte und erste Erkenntnisse im Austausch mit regionalen Akteuren
Am 28. November 2024 fand ein Hintergrundgespräch im Rahmen des ReEnAct-Projekts statt, bei dem regionale Unternehmen über das Vorhaben informiert wurden. Ziel war es, erste Kontakte zu knüpfen und das Projektkonzept zur Etablierung eines zukunftsfähiges Energiesystem in der Region vorzustellen.
Die Teilnehmenden zeigten sich grundsätzlich aufgeschlossen und brachten wertvolle Anregungen und Kritikpunkte ein. Besonders hervorgehoben wurde der Wunsch, die Umsetzungsziele in realistische Etappen zu unterteilen - etwa in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Gleichzeitig wurde betont, dass Herausforderungen wie Netzengpässe und Anschlussmöglichkeiten im Projekt berücksichtigt werden sollten. Hierzu stellte das Team klar, dass das Projekt solche Hindernisse zwar nicht direkt beheben kann, sie aber im Projektergebnis adressiert werden.
Positiv wurde das Potenzial des Projekts für die regionale Wärmeversorgung gesehen. Erste Ergebnisse könnten als Grundlage für einen kommunalen Wärmeplan dienen und möglicherweise die Basis für ein Heizkraftwerk oder alternative Lösungen bilden. Ein wichtiges Anliegen der Teilnehmenden war eine klarere Kommunikation der Projektziele und des Formats der Bürgerbeteiligung. Es wurde angeregt, weitere Akteure wie lokale Handwerksbetriebe stärker einzubinden.
Abschließend zeigten sich die Teilnehmenden bereit, Daten für die Simulation von Energiesystemen bereitzustellen. Das ReEnAct-Projekt hat damit einen wichtigen Schritt gemacht, um gemeinsam mit lokalen Akteuren und Bürgern praktikable Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft zu entwickeln.
Das Format wird im Laufe des Projektes wiederholt. Bei Interesse als lokales Unternehmen senden Sie uns bitte eine E-Mail.
Nov 2024
Newsletter Nr. 1 zum Herunterladen
Zu Beginn der Projektentwicklung hatten wir versprochen, Interessierte regelmäßig über unsere Aktivitäten zu informieren. Anbei finden Sie den ersten Newsletter. Für Rückfragen wenden Sie sich entweder direkt an die einzelnen Partner oder schreiben uns eine E-Mail.
Der "Loitzer Bote" August 2024; S. 32; PDF/8,5 MB) hat freundlicherweise unsere Postkarten veröffentlicht. Wenn Sie sich also anonym an der Umfrage unserer Projektpartner "Rostocker Institut für Sozialforschung und gesellschaftliche Praxis" (ROSIS) beteiligen möchten, hier der Link.
Jul 2024
Umfrage startet
Zum Projektstart führen wir im Amtsbereich eine Umfrage zur aktuellen Situation durch. Es geht dabei um Ihre persönliche Situation und Ihre Meinung zum Thema Wind- und Solarenergie. Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Befragung teilnehmen würden. Das hilft uns, Ihre ganz persönliche Perspektive zu berücksichtigen. Die Durchführung übernimmt das Rostocker Institut Rosis. Wenn Sie uns also begegnen, seien Sie nett ;-)
Hinweis: Die Befragung ist anonym. Ihre Daten unterliegen dem gesetzlichen Datenschutz nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Ihre Meinung wird getrennt von den personenbezogenen Daten gespeichert und weder inhaltlich bewertet noch veröffentlicht. Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 20 Minuten. Zur Umfrage ...
Apr 2024
Projektvorstellung in Loitz, Sassen-Trantow und Görmin
Im April und Mai waren wir im Amtsbereich unterwegs und haben das Projekt der Stadtvertretung in Loitz und den Gemeindevertretungen in Sassen-Trantow und Görmin vorgestellt.
Es gab anschließend eine rege Nachfrage zu verschiedenen Belangen: Wer denn soetwas finanziere, wollte ein Stadtvertreter wissen (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz). Ein anderer äußerte sich generell skeptisch zum Anliegen (OK). Ein dritter befürworte ausdrücklich Formen der Direktdemokratie, befürchtete aber, dass wegen Überproduktionskapazitäten bereits abgelehnte Windenergieprojekte hier über eine Hintertür wieder in die Diskussion kämen (muss bei der Expertenschulung berücksichtigt werden). Ein vierter merkte an, dass die Stadtvertretung nicht immer genügend Zeit hätten, sich ausführlich mit komplexeren Zusammenhängen zu beschäftigen und dass die erhobenen Daten und Auswertungsergebnisse enorm wertvoll seien (sehen wir genauso). Und ein fünfter fügte hinzu, dass wir vielleicht auch offen für Neues sein sollten, gerade auch in Hinblick auf die Neuwahl der Stadtvertretungen im Juni (Danke!). Ein siebter wollte wissen, in welchem Zeitrahmen sich Projekt und Planungszelle bewegen (Projektlaufzeit: 3 Jahre, Planungszelle wohl im Herbst 2025). Wir konnten alle Fragen beantworten und hoffen, dass mögliche Zweifel oder Vorbehalte zunächst ausgeräumt wurden.
Wir haben noch einmal besonders darauf hingewiesen, dass der außerordentliche Vorteil des Projektes darin besteht, dass aufgrund der fundierten Datenerhebung und der guten Schulung der Planungszellen-Mitglieder am Ende eine qualifizierte Empfehlung an die Stadt- bzw. Gemeindevertretungen ermöglicht wird, ohne dass diese sich inhaltlich mit allen Details auseinandersetzen müssen und ohne dass sich die Parteien/Wählergemeinschaften dabei als solche diskreditieren.
Die jeweils 15 Minuten Präsentation können Sie sich nebenstehend herunterladen.
Feb 2024
Kickoff-Meeting in Stralsund
Am 1. Februar 2024 treffen sich zum Projektstart alle Projektpartner zusammen (bzw. per Videoschalte) mit dem PTJ, der Wasserstoffbeauftragten des Landkreises sowie ein Wissenschaftler der Uni Greifswald (Bürgerbeteiligung) im Institut für Regenerative Energiesysteme auf dem Hochschul-Campus in Stralsund. Alle Projektpartner berichten über den Stand ihrer aktuellen Arbeit im Projekt und tauschen sich über öffene Fragen aus.
Dez 2023
Projektstart
Das Projekt beginnt mit mehreren Verschiebungen offiziell kurz vor Jahresende 2023. Die Projektleitung liegt bei der Hochschule Stralsund. Die Projektverwaltung (im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums) übernimmt der Projektträger Jülich (PTJ).